Werkzeuge

Werkzeuge

Werkzeuge bereiten den Ton vor. Sie räumen auf, bevor die Effekte den Klang formen. Sie stehen im Reiter Hardware Inputs oben rechts: Rauschprofil, Rauschfilter, AEC, Gate, Rückkopplung.

Rauschprofil

  • Misst das Grundrauschen deines Raums und Mikrofons. Zum Beispiel Lüfter, Rauschen des Verstärkers, Brummen.
  • So geht es: Messen klicken. Einige Sekunden still sein. Stopp klicken.
  • Neu messen ersetzt das Profil. Löschen entfernt es.
  • Bild: die rote Treppe ist das gemessene Rauschen. Die blaue Linie ist der Ton gerade jetzt. Links tief, rechts hoch.
  • Ohne Profil kann der Rauschfilter nicht arbeiten.

Rauschfilter

  • Senkt alles ab, was nicht lauter ist als das gemessene Rauschen.
  • Stimme und Instrument bleiben. Das Rauschen in den Pausen verschwindet.
  • an / aus: geht erst, wenn ein Rauschprofil gemessen ist.
  • Stärke: so viel leiser wird das Rauschen. 6 dB = sanft. 40 dB = fast weg.
  • Zu viel Stärke klingt dumpf oder „unter Wasser". Lieber wenig nehmen.
  • Verzögert den Ton um 10,7 ms, solange er an ist.

AEC

  • Akustische Echo-Unterdrückung: entfernt aus dem Mikrofon, was deine Lautsprecher spielen. Nur in Pro.
  • Wofür: Session im offenen Raum, Musik läuft über Lautsprecher, das Mikro soll nur dich aufnehmen.
  • So geht es: Sonus weiß genau, was es an die Lautsprecher schickt. Es lernt, wie dieser Ton im Raum klingt und im Mikro ankommt, und zieht ihn ab.
  • Deine Stimme bleibt, auch Flüstern. Auch wenn Musik und Stimme gleichzeitig laufen.
  • an / aus: ab Werk aus.
  • Stärke: wie gründlich Reste entfernt werden. 0 % = nur der Filter. 100 % = auch kleinste Reste, die Stimme kann dann etwas dünner klingen.
  • Unterdrückung: um wie viel dB der Lautsprecher-Ton gerade leiser ist. 20 dB und mehr ist gut.
  • Neu lernen: nach Umstellen von Mikro oder Lautsprecher. Sonst lernt der Filter in wenigen Sekunden von selbst nach.
  • Lernen: die ersten 1–3 Sekunden mit Musik hört man noch etwas Lautsprecher.
  • Wichtig: im Reiter Hardware Outputs bei jedem Ausgang Art einstellen. Nur „Lautsprecher" zählt. Kopfhörer hört das Mikro nicht.
  • Grenze: nur der Ton aus Sonus wird entfernt. Andere Menschen und Geräusche im Raum bleiben. Dafür: Richtmikrofon, Abstand, Headset.
  • Die eigene Stimme zieht die AEC nie ab, auch wenn dieses Mikrofon selbst über den Lautsprecher läuft. Sonst würde sie dich wegrechnen.
  • Läuft das Mikrofon über den Lautsprecher, kann es pfeifen: dafür den Rückkopplungsschutz anlassen. Beide ergänzen sich.
  • Sicherung: die AEC macht nie lauter. Gerät der Filter aus dem Ruder, beginnt er von vorn und lässt das Mikro bis dahin unverändert durch.
  • Läuft vor allem anderen, auch vor dem Rauschfilter.
  • Verzögert den Ton um 5,3 ms, solange sie an ist.

Gate

  • Ein Tor für den Ton. Ist er lauter als die Schwelle, öffnet es. Ist er leiser, schließt es.
  • Wofür: Stille zwischen Sätzen, Atempausen, Geräusche im Hintergrund leiser machen.
  • an / aus: schaltet das Gate.
  • Schwelle: ab dieser Lautstärke öffnet das Gate.
  • Absenkung: so viel leiser wird es, wenn das Tor zu ist. 20 dB = deutlich leiser. 80 dB = ganz still.
  • Attack: so schnell geht das Tor auf.
  • Hold: so lange bleibt es nach dem letzten lauten Moment noch offen. Verhindert Flattern zwischen Wörtern.
  • Release: so lange braucht das Tor zum Schließen.
  • roter Strich: neben dem Fader der Input-Karte. Er zeigt die Schwelle auf der Pegelanzeige. Pegel darüber öffnet das Tor.
  • Der Balken oben rechts zeigt, wie viel das Gate gerade absenkt.
  • Breathwork: Atem ist leise. Schwelle niedrig oder Absenkung gering, sonst schneidet das Gate den Atem ab.
  • Verzögert nicht: 0 ms.

Rückkopplung

  • Schutz gegen Rückkopplung: das Mikrofon hört den eigenen Lautsprecher, der Ton schaukelt sich zu einem Pfeifen oder Heulen auf.
  • Typisch: MacBook-Mikrofon und MacBook-Lautsprecher gleichzeitig, oder Mikrofon vor der Box.
  • an / aus: ab Werk an. Ausschalten nur, wenn nie ein Lautsprecher in der Nähe ist.
  • So erkennt Sonus Rückkopplung: ein einzelner Ton ragt weit aus dem Klang heraus, bleibt auf derselben Tonhöhe und wird immer lauter.
  • Gespielte Noten, Gesang, Orgel und Klavier lösen nicht aus: sie wachsen nur beim Anschlag.
  • Gegenmittel 1: eine sehr schmale Kerbe genau auf diesem Ton. Der Rest des Klangs bleibt.
  • Gegenmittel 2: reicht die Kerbe nicht, wird der ganze Input leiser („Input leiser"). Nach 2 s Ruhe kommt er langsam zurück.
  • Kerben: zeigt die gesetzten Kerben mit Frequenz und Tiefe. Eine Kerbe löst sich nach 60 s ohne Rückkopplung.
  • Empfindlichkeit: 1 = greift spät, 10 = greift früh. 5 passt meist.
  • Absenkung: so tief darf eine Kerbe werden. Sie beginnt bei 12 dB und wird tiefer, wenn der Ton wiederkommt.
  • Zurücksetzen: löst alle Kerben und die Absenkung sofort.
  • Warnung: auf der Karte des Inputs steht 5 s lang rot „Rückkopplung“ mit der Frequenz.
  • Der Balken oben rechts zeigt, wie viel leiser der ganze Input gerade ist.
  • Besser als jeder Schutz: Mikrofon weg vom Lautsprecher, Kopfhörer statt Lautsprecher, Lautsprecher leiser.
  • Soll das Mikro den Lautsprecher gar nicht erst aufnehmen: AEC einschalten. Der Rückkopplungsschutz greift erst, wenn es schon pfeift.
  • Verzögert nicht: 0 ms.